Sport: Trinken beim Joggen

Joggen, Wandern oder Nordic Walking macht Spaß, hält fit und ist gesund (bei richtiger Ausführung). Neben der richtigen Wahl der Schuhe und des passenden Outfits, muss man sicherstellen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen zu können. Das am besten möglichst unkompliziert und platzsparend.

Die Trinkflasche beim Joggen in der Hand halten

Vom einfachen Tragen in der Hand wird grundsätzlich abgeraten, da befürchtet werden muss, dass man einseitig verkrampft und der Laufstil negativ beeinflusst wird.
Es gibt auch Handgelenkflaschen, die auf den Handrücken geschnallt werden. Theoretisch könnte man an jeder Hand eine Handgelenkflaschen befestigen und diese gleichmäßig austrinken, um im “Gleichgewicht” zu bleiben, aber es gibt bessere Lösungen.

 


Grundlegende Informationen zum Trinken beim Joggen

Wieviel sollte ein Mensch trinken?
 Da gibt es verschiedene Meinungen, man sollte aber täglich etwa 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei sportlichen Aktivitäten (oder bspw. heißen Sommertagen) natürlich entsprechend mehr. Die Flüssigkeit die wir ausschwitzen sollte während oder nach dem Sport wieder ausgeglichen werden.

Wieviel Flüssigkeit schwitzt der Körper beim Joggen?
Das ist von vielen Faktoren wie, Körpergewicht, Wetter, Gelände etc. abhängig. Ganz grob kann man sagen, das der Körper bei einer Stunde Joggen etwa 0,5 – 1,5 Liter Flüssigkeit verliert. Wobei zB jemand mit viel Körperfett natürlich mehr verliert als ein trainierter Läufer, der seit Jahren seine Runden dreht.

Wie lange kann ich ohne Trinkflasche?
Bei kürzeren Strecken die man unter einer Stunde schafft, benötigt man eigentlich keine Trinkflasche. Eine Regel, von der man immer wieder hört, besagt: Man soll alle 5 km etwa 0,1 – 0,2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, da zuviel wiederum den Magen belasten können. An heißen Tagen kann es auch helfen, sich das Wasser über den Kopf zu schütten, um damit den Körper zu kühlen.




Das Problem mit dem Wasser
Bei längeren Strecken oder sogar einem Marathon sollte man auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr nicht verzichten. Das Problem, Wasser oder andere Flüssigkeiten sind schwer und müssen zusätzlich zum eigenen Körpergewicht “mitgeschleppt” werden. Wenn man länger laufen möchte, könnte man sich einen Rundkurs suchen und bspw. nach 5 km wieder zu Hause vorbeikommen, um zu trinken.

Wenn das keine Option ist, ist es wichtig das Gewicht der Getränke möglichst gleichmäßig zu verteilen, weshalb es neben klassischen Trinkflaschen auch andere Trinksysteme auf dem Markt sind.

 


Wohin mit der Trinkflaschen beim Joggen?

Viele Hersteller bieten Trinkgrürtel an, bei dem meist mehrere Flaschen fest verstaut werden können. Die Wasserflaschen werden oft mitgeliefert, man wird also auf seine Lieblings-Flasche hier nicht verwenden können.

Trinkgürtel zum Laufen und Joggen

Die meisten Trinkgürtel können nicht nur ihre Flüssigkeiten verstauen, sondern lösen meist noch andere Probleme. Viele wissen nicht, wohin mit dem Handy (Smartphone) oder dem Schlüssel. Viele Trink- oder auch Laufgürtel haben dafür ein extra Fach und ersparen das Mitführen von einer Handytasche oder einem Handyhalter.

Die Laufgürtel unterscheiden sich vor allem in der Anzahl der Trinkflaschen, hierbei können in der Regel maximal 4 Flaschen mitgeführt werden. Eine Auswahl von Trinkgürteln mit durchgehend guten Bewertungen finden Sie hier.

Auch wenn sie praktisch sind und das Gewicht sehr gut verteilt ist, für viele ist es anfangs gewöhnungsbedürftig, mit dem zusätzlichen Gewicht zu laufen.

 

Was ist ein Trinkrucksack?

Ein Trinkrucksack ist ein Hi-Tec-Trink-System, bei der eine Trinkblase (oder auch Trinkresevoir) in einem Rucksack mit sich geführt wird. Ein Trinkrucksack funktioniert ganz einfach. Meist wird ein Schlauch über die Schulter gelegt, aus dem man dann trinken kann, ohne dabei eine Pause machen zu müssen oder die Hände zu benutzen.
Eine Trinkblase hat in der Regel ein Volumen von etwa 1-3 Litern.

Neben der Flüssigkeit, lassen sich natürlich weitere Sachen wie Handy, Schlüssel, Regenjacke oder ein kleiner Snack im Rucksack verstauen.

 

Joggen mit Trinkrucksack

Ein Trinkrucksack kann im Grunde für jegliche Aktivitäten genutzt werden. Neben sportlichen Unternehmungen, wie Joggen, Laufen, Trailrunning, Wandern, Skifahren oder sogar Mountainbike oder Motorrad fahren, kann solch ein Rucksack zB auch auf Festivals (wie Rock im Park ua) verwendet werden. Dabei gibt es auch spezielle Modell, die extra für Frauen oder Kinder konzipiert sind.

Ähnlich wie bei einem Trinkgürtel, muss man sich beim Laufen mit dem Trinkrucksack erst an den zusätzlichen Ballast gewöhnen. Somit muss man anfangs alle Riemen und Halterungen so einstellen, bis er richtig sitzt und beim tragen nicht stört.

 

Welcher Trinkrucksack ist der beste?

Auch hier kann man keine pauschale Antwort geben. Es gibt Hersteller wie Camelbak, die ein breites Sortiment anbieten und durchgehend gut bewertet werden. Aber man sollte abwägen, welche Ansprüche man an den Rucksack stellt. Es gibt verschiedene Funktionen und Eigenschaft, die bei der Kaufentscheidung bedacht werden sollten:

  • Größe: Einige Hersteller bieten kleinere, super-leichte Modelle für Frauen und Kinder an. Ein kleiner Rucksack könnte beispielsweise auch unter der Jacke getragen werden.
  • Volumen / Stauraum: Neben der Größe der Trinkblase, ist entscheiden was man außerdem mitführen möchte und welchen Stauraum man zusätzlich benötigt. Zudem sollte der Rucksack natürlich wasserdicht sein.
  • Nutzbarkeit: Neben der Blase ist außerdem ein gut funktionierender Zapfhahn wichtig. Auf Wunsch gibt es auch Pumpen, die das Trinken erleichtern.
  • Kühlung: Zudem sollte der Rucksack mit einem Kühlungs-System ausgestattet sein.
  • Sicherheit: Einige Hersteller statten ihren Trinkrucksack außerdem mit Protektoren aus, um im Dunkeln besser gesehen werden zu können.
  • Helm: Sollte der Trinkrucksack zB beim Biken, Skifahren oder MTB zum Einsatz kommen, ist außerdem eine Helmhalterung von Interesse.

 

 

Trinkgürtel vs Trinkrucksack – Was ist besser?

Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich bin ich eher vom Rucksack überzeugt, wenn ich mit anderen Sportlern unterhalte, wird dies bestätigt.

Eindeutige Vorteile sind, die bessere Platzierung, zusätzlicher Stauraum und einfaches Trinken. Ein Nachteil ist, dass man an den Riemen und Gurten zusätzlich schwitzt.

Ob nun für das eigene Kind, das Büro oder den Sport, Trinkflaschen und Trinksysteme sollten frei von Weichmachern, Hormonen, Plastik oder Bisphenol A (BPA) sein.